Pflichtverteidigung

Pflichtverteidiger werden Beschuldigten – in Haft genommene Personen – von Amts wegen bestellt, sofern der Beschuldigte noch über keinen von ihm gewählten Verteidiger verfügt. Der Pflichtverteidiger wird aus Staatskasse bezahlt. Im Falle einer Verurteilung werden dem Angeklagten in der Regel die Verfahrenskosten auferlegt; die Staatskasse fordert die verauslagten Pflichtverteidigergebühren dann von dem Verurteilten zurück.

Die Rechtsanwaltskammer Köln unterhält eine regelmäßig aktualisierte „Pflichtverteidigerliste“. Dort sind die dem Kammerbezirk zugehörigen Anwälte eingetragen, die sich zur Übernahme von Pflichtverteidigungen bereit erklärt haben.

Die Liste gibt auch Auskunft über weitere Qualifikationen, Fremdsprachenkenntnisse und Tätigkeitsschwerpunkte der jeweiligen Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte.

Die Information dient den Beschuldigten, sowie den Behörden gleichermaßen als Nachschlagewerk.